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Übersicht 2013
Überörtliche Hilfe
Kurzbericht: Hochwassereinsatz
Einsatzort: Schönebeck (Elbe)
Alarmierung: Alarmierung per Telefon
am Dienstag, 11.06.2013, um 05:00 Uhr
Einsatzdauer: 3 Tag(e), 10 Std. und 0 Min.
Einsatzende: 15:00 Uhr
Einsatzleiter: Stellv. KBM Wilhelm Schrenner, Johannes-Wilhelm Benning (Feuerwehr Kreis Höxter)
Mannschaftsstärke: 9
Alarmierte Einheiten: Löschzug Willebadessen
Löschzug Peckelsheim
Löschgruppe Niesen
Löschgruppe Helmern
Löschgruppe Borlinghausen
Löschgruppe Schweckhausen
Fahrzeuge am Einsatzort: LF 16 Willebadessen
Einsatzbericht:

Im Rahmen einer Amtshilfeanfrage durch das Bundesland Sachsen-Anhalt wurde auch die Feuerwehr-Bezirksreserve Detmold in das Hochwassergebiet entlang der Elbe alarmiert. Am 11.06. gegen 5 Uhr morgens startete bereits die zweite Gruppe mit ca. 70 Kameraden aus dem Kreis Höxter mit einem Bus in das Einsatzgebiet. Sie lösten in Schönebeck (Elbe, südlich von Magdeburg), die ersten 70 Kameraden aus dem Kreis Höxter ab, die dort bereits seit dem letzten Freitag im Einsatz waren.
 
Bei diesem zweiten Abmarsch waren auch 2 Kameraden vom Löschzug Peckelsheim dabei. Vor Ort waren zu diesem Zeitpunkt bereits 19 Feuerwehrfahrzeuge aus dem Kreis Höxter, die zusammen mit dem ersten Abmarsch dorthin verlegt worden waren. Dazu gehörte von der Stadt Willebadessen das LF20 (LF16) vom Löschzug Willebadessen Kernstadt. Die Fahrzeuge wurden vor Ort vom ersten Abmarsch an die neuen Einsatzkräfte übergeben.
 
Während die Kameraden vom ersten Abmarsch teilweise 36 Stunden-Schichten gehabt hatten, massiv die Deiche der Elbe sicherten und an schwachen Stellen mit Sandsäcken verstärken mussten, stand für den zweiten Abmarsch mit Peckelsheimer Beteiligung die Deichaufsicht im Vordergrund. Die Kräfte wurden in erster Linie in Nachtschichten beim Deich eingesetzt um dort im Falle eines Bruches eingreifen zu können. Besonders erschwert wurde der Einsatz durch die wenigen Möglichkeiten zum Schlafen und eine Mückenplage. Besonders erwähnenswert und gleichermaßen motivierend für die Einsatzkräfte war aber die Dankbarkeit der betroffenen Menschen vor Ort. Sie verpflegten die Einsatzkräfte und halfen an jeder Ecke. U.a. schaute an einem Nachmittag während einer Ruhephase auch ein Kindergarten bei den Höxteraner Einsatzkräften vorbei und übergab als Dankeschön für die Hilfe ein Bild. Anschließend durften die Kinder dann auch selbst in einem Feuerwehrauto sitzen. Besonders erfreulich: Dafür ausgewählt wurde übrigens von den 19 Fahrzeugen das aus der Stadt Willebadessen.
 
Nachdem die Lage sich immer weiter entspannte, konnte sich auch der zweite Abmarsch der Höxteraner Feuerwehrleute mit den Peckelsheimer Kameraden am Freitag nach einer kürzer als geplanten Einsatzzeit vor Ort von nur 3 Tagen auf den Weg nach Hause machen. Dazu wurde wie schon auf der Hinfahrt ein geschlossener Verband der 19 Feuerwehrfahrzeuge gebildet. Empfangen wurden die Einsatzkräfte am Floßplatz in Höxter von Kreisdirektor Klaus Schumacher, dem Höxteraner Bürgermeister Alexander Fischer, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke sowie Feuerwehrkameraden und Angehörigen. Kreisdirektor Schumacher dankte neben den Einsatzkräften besonders auch den Familien der Kameraden für die Entbehrung sowie den Arbeitgebern für die Freistellung. Kreisbrandmeister Rudolf Lüke dankte neben den eingesetzten Kräften auch den Feuerwehrleuten, die sich freiwillig zum Einsatz gemeldet hatten, aber nicht alle dabei sein konnten. Von der Anzahl der gemeldeten Helfer, wäre es auch noch möglich gewesen einen ursprünglich geplanten dritten Abmarsch bereit zu stellen. Ebenfalls in Schönebeck im Einsatz gewesen waren übrigens auch Kräfte der DLRG Peckelsheim.
 
Laut dem Deutschen Feuerwehrverband gilt dieser Einsatz als der mit Abstand größte Feuerwehreinsatz seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland: Die Zahl der Feuerwehr-Einsatzkräfte im Hochwasser hatte sich zwischenzeitlich auf mehr als 82.000 Männer und Frauen addiert (11. Juni 2013). Zum Vergleich: 2002 waren es beim damaligen Hochwasser rund 40.000 Feuerwehrangehörige gewesen.
 
Anmerkung: Oben angegeben sind wegen des großen Umfangs nur die Einsatzkräfte, Einheiten und Fahrzeuge aus der Stadt Willebadessen, die dort beteiligt waren.


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